Immobilien Blog für Heidelberg und die Region

EnEV 2014

10.08.2015
Christina Holderbach
Kurpfalz Immobilien GmbH

Wer Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien wie Zeitungen oder Online-Immobilienportalen schaltet, muss seit dem Inkrafttreten der EnEV 2014 im Mai 2014 Angaben zu der energetischen Beschaffenheit der Immobilie machen. Am 01. Mai 2015 endete die vom Gesetzgeber vorgesehene Eingewöhnungsphase, seither droht bei Nichtbeachtung dieser Pflichten ein Bußgeld in Höhe von bis zu 15.000 Euro. Spätestens beim Besichtigungstermin muss dem Interessenten ein Energieausweis vorgezeigt werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind Baudenkmäler. Für diese müssen grundsätzlich keine Energieausweise erstellt werden. Sollte aber ein gültiger Energieausweis für ein Baudenkmal vorliegen, dann müssen die in ihm enthaltenen Pflichtangaben auch in die Anzeige aufgenommen werden.


Langfristige Mietverhältnisse sind privaten Vermietern wichtiger als hohe Renditen

05.08.2015
Christina Holderbach
Kurpfalz Immobilien GmbH

Wie Haus & Grund Deutschland in einer repräsentativen Befragung festgestellt hat, sind privaten Vermietern langfristige Mietverhältnisse wichtiger als hohe Renditen. In 48 Prozent der erfassten Mietverhältnisse wurde die Miete seit Vertragsabschluss nicht erhöht. 27 Prozent der Vermieter gaben sogar an, die Mieter nur bei Neuvermietungen anzupassen. Außerdem ergab die Befragung, dass die durchschnittliche Miethöhe 0,3 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Die Abweichung ist umso stärker, je länger das Mietverhältnis besteht. In den ersten zwei Jahren eines Mietverhältnisses liegen die Mieten im Durchschnitt 8 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Nach fünf bis zehn Jahren liegen die Mieten bereits 1,5 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete, nach 20 bis 30 Jahren sogar 8 Prozent. Ein langfristiges Mietverhältnis lohnt sich also auch für den Mieter.


Was wünschen sich Immobilienkäufer?

03.08.2015
Bertram Schneider
Immobilien Winter Heidelberg GmbH

Bezahlbarkeit, Fußläufigkeit und Durchmischung sind für Stadtplaner die wichtigsten Kriterien einer zukunftsfähigen Stadt. Diese Vorgabe stimmt mit den Ergebnissen einer Umfage von Immobilienscout24 weitgehend überein. Gute Einkaufsmöglichkeiten stehen für 72,2 Prozent aller Kaufinteressenten ganz oben auf der Wunschliste. Im 5-Jahres-Vergleich ist diese Vorgabe immer wichtiger geworden. 59,8 Prozent der Befragten wünschen sich in der direkten Umgebung der Immobilie gute Verkehrsanbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, über Natur, Wälder und Wiesen freuen sich 46,1 Prozent, ärztliche Versorgung erwarten 45,9 Prozent und die Nähe zum Arbeitsplatz wäre für 28,7 Prozent von Vorteil.

Dagegen bringen die schönsten Ausstattungsmerkmale einer Immobilie nichts, wenn die direkte Umgebung nicht überzeugt. Männer wünschen sich überdies eine gute Anbindung an eine Autobahn (32 Prozent), während das nur für jede vierte Frau (26 Prozent) wichtig ist. Außerdem legen Männer großen Wert auf die soziale Infrastruktur. So sind jedem vierten Umfrageteilnehmer gute Schulen oder Kitas und Kindergärten in direkter Nähe des Objekts wichtig. Jeder Fünfte wünscht sich zudem eine kinderfreundliche Nachbarschaft, während dies nur für jede siebte Frau ein nennenswertes Kriterium darstellt. Frauen schätzen vor allem eine gute Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel und die Nähe zur Natur. Lärm, beispielsweise durch eine große Straße, ist allerdings für fast jeden Zweiten (46 Prozent) ein absolutes Ausschlusskriterium.


Wohneigentum gefragter als Mietwohnungen

30.07.2015
Bertram Schneider
Immobilien Winter Heidelberg GmbH

Eigentumswohnungen sind derzeit die attraktivste Wohnform und bringen weiterhin Dynamik in die Wohnungswirtschaft. Das hat die aktuelle Wohnungsmarktprognose 2030 des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ergeben. Danach werden Eigentumswohnungen zur eigenen Nutzung in den kommenden 15 Jahren noch stärker gefragt sein als bisher. Das Institut rechnet mit einem Nachfragezuwachs bei der Wohnfläche von 16,2 Prozent bis 2030 bzw. mit einem jährlichen Flächenzuwachs von 1,5 Prozent. Dagegen wird der Bedarf an Mietwohnraum im gleichen Zeitraum um 4,9 Prozent abnehmen. Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) appelliert an Politik und Wirtschaft, ihr Augenmerk künftig stärker auf das Wohneigentum auszurichten.

„Selbstgenutztes Wohneigentum trägt wesentlich zur Entlastung der Mietmärkte bei und ist zugleich ein wichtiger Baustein in der Absicherung und Altersvorsorge von Millionen Bürgern“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Die Eigentumsquote in Deutschland ist vergleichsweise niedrig. Die Entwicklung dieses Sektors wird nach Angaben des BBSR dazu beitragen, die Eigentumsquote bis 2030 auf 50 Prozent zu erhöhen. Niedrige Bau- und Erwerbskosten sowie hohe Baufertigungszahlen im Wohnungsbau können diese positive Tendenz unterstützen.


Schwarmstädte: Wie Studenten den Wohnungsmarkt beeinflussen

08.07.2015
Bertram Schneider
Immobilien Winter Heidelberg GmbH

Der Wohnungsmarktforscher Harald Simons von der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur untersucht das Wanderungsverhalten junger Deutscher. Die 20- bis 35-Jährigen prägen die Entwicklung von Städten maßgeblich, denn sie sorgen für ein lebendiges, kreatives Flair, das auch andere Menschen anzieht. Zu den sogenannten Schwarmstädten gehören die Metropolen aber auch andere Universitätsstädte wie Heidelberg, Jena, Mainz oder Trier.

Wohnraum für Studenten ist fast überall knapp und teuer. Dabei hat sich der Bestand privater Studentenwohnanlagen seit 2010 in den dreißig größten deutschen Hochschulstädten auf etwa 25.000 Wohnplätze verdoppelt. Eine weitere Verdopplung auf dann etwa 50.000 Plätze soll bis 2020 erfolgen, lautet das Ergebnis einer Studie von Savills zum studentischen Wohnungsmarkt. Bei den geschaffenen Wohneinheiten handelt es sich meistens um etwa 20 bis 25 Quadratmeter große Apartments, in besonders teuren Wohnungsmärkten wie Hamburg oder München sind die Apartments noch kleiner.

In der bayerischen Landeshauptstadt gibt es derzeit knapp 3.900 private und 9.500 Wohnplätze des örtlichen Studentenwerks. Am stärksten ist das Angebotswachstum derzeit in Berlin und Hamburg. In der Elbmetropole befinden sich mehr als 2.600 Plätze in Bau oder Planung, die den aktuellen Bestand versiebenfachen sollen. In der Bundeshauptstadt sind es knapp 3.600 Plätze, die den Bestand von etwa 1.400 Plätzen auf dann 5.000 Plätze erhöhen werden. Bis zum Jahr 2020 werden die privaten Anbieter ihren Marktanteil am studentischen Wohnungsbestand in den dreißig größten Hochschulstädten von heute 16 Prozent auf dann voraussichtlich 22 Prozent ausbauen. Im Jahr 2000 waren es lediglich sechs Prozent.

„Kleine Apartments sind auch in Heidelberg sehr begehrt und werden nicht ausschließlich von Studenten nachgefragt, sondern auch von Berufspendlern und Arbeitnehmern mit zwei Arbeitsstandorten sowie allgemein von jungen Menschen“, weiß Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg, aus seiner täglichen Praxis.