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Immobilienmarkt: Zahlen und Statistik bieten Ausblick in die Zukunft

Im vergangenen Jahr wurde viel gebaut und viel genehmigt. Das Bauhauptgewerbe überraschte mit zweistelligen Zuwächsen. „Die guten Zahlen sorgten für Zuversicht auf dem engen Wohnungsmarkt, denn politische Maßnahmen und Förderungen können nur wirken, wenn auch wirklich neue Wohnungen entstehen“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

Das Motto heißt daher: bauen, bauen, bauen. Doch was geschieht? „In den jüngsten Monaten sahen die Zahlen des statistischen Bundesamt längst nicht mehr so gut aus, wie noch vor einem Jahr und überhaupt nicht so gut, wie es angesichts der immer noch guten Finanzierungsbedingungen sein könnte“, sagt Michael Fehr.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe sackte im Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 1,8 Prozent erstmals wieder ins Minus. Im November hatte er noch bei plus 8,5 Prozent gelegen, im Mai betrug er sogar plus 12,8 Prozent, und im März hatte er sagenhafte plus 14,3 Prozent betragen. Das ließ hoffen. Im ganzen Jahr 2017 lag der Anstieg immerhin noch bei durchschnittlich 5,0 Prozent gegenüber 2016. Insgesamt stiegen die Fertigstellungszahlen seit 2009 kontinuierlich von Jahr zu Jahr. Zwar erreichten sie nie die von der Wohnungswirtschaft geforderte Zahl von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr, doch 2016 wurden immerhin neue 235.658 Wohnungen fertig.

Schwankungen sind normal, doch Grund zur Besorgnis geben auch die sinkenden Genehmigungszahlen. 2017 wurden Monat für Monat weniger Wohnungen genehmigt – im ganzen Jahr 2017 insgesamt 7,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Wer eins und eins zusammen zählen kann, weiß, dass Wohnungen, die nicht genehmigt werden, nicht gebaut werden können. „Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf die ganze Branche, auf die Nachfragesituation und schließlich auf die Preisbildung“, ergänzt Michael Fehr. 

 


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