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Vererben und verschenken: Besonderheiten bei Immobilien beachten

Die Summe des verschenkten und vererbten Vermögens beträgt Jahr für Jahr über 100 Milliarden Euro. Einen beträchtlichen Anteil daran hat Haus- und Grundbesitz. Statistisch gesehen besitzt jeder Haushalt in Deutschland mehr als 200.000 Euro Nettovermögen. Was damit nach dem Tod geschehen soll, ist eine Frage, die man sich beizeiten stellen sollte.

Wenn es kein Testament gibt, greift die gesetzliche Erbfolge. Das ist die einfachste Lösung, wenn die Verhältnisse klar sind, es nur einen Erben gibt oder nur Geldvermögen geteilt werden muss.

„Anders sieht es beim Vererben von Immobilien an mehrere Erben aus. Dann geht es um eine gerechte Aufteilung, die Absicherung des überlebenden Partners, darum, wie Streit vermieden werden kann oder auch um Steuerfragen“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

Die Mehrzahl der Erbschaften kann wegen hoher Freibeträge steuerfrei übertragen werden, denn jedem Erben steht ein persönlicher Freibetrag zu, in dessen Rahmen er erben kann, ohne dass Erbschaftssteuer fällig wird. Je näher der Erbe mit dem Verstorbenen verwandt ist, desto höher der Freibetrag. Unverheiratete, Pflegekinder oder die Kinder des Partners haben die geringsten Freibeträge.

Um Steuern zu sparen, kann eine Schenkung helfen. Im Gegensatz zur Erbschaft können die persönlichen Freibeträge des Beschenkten alle zehn Jahre aufs Neue ausgeschöpft werden. Das ist dann besonders sinnvoll, wenn die Immobilie sehr wertvoll ist.

Probleme können sich ergeben, wenn die Mitglieder einer Erbengemeinschaft uneinig darüber sind, wie mit dem geerbten Immobilienvermögen verfahren werden soll. Um Streit zu vermeiden, ist es manchmal sinnvoll, den Besitz schon vor dem Erbfall zu veräußern. Viele Informationen zum Vererben und Verschenken bietet das Heft der Zeitschrift Finanztest, das auch online abrufbar ist unter www.test.de/immobilie-vererben.


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